True Italian Pizza Week 2020: Die besten Pizzerien in Berlin

True Italian Pizza Week 2020: Die besten Pizzerien in Berlin

Achtung Pizzafans: Vom 15.-21. Oktober findet die True Italian Pizza Week 2020 in Berlin statt. In dieser Woche bieten 30 der besten Pizzerien in Berlin eine Pizza zusammen mit einem Aperol Spritz für 12€ an. Zur Auswahl stehen immer zwei verschiedene Pizzen, die zum Teil extra für das Event kreiert wurden. Die Karte mit allem teilnehmenden Pizzerien liegt in den Restaurants aus oder steht bei True Italian zum Download bereit. Dabei überrascht nicht, dass – wie oft bei spannenden Restaurants – eine gewisse Konzentration im Ostteil Berlins zu erkennen ist. Aber auch am Ku’damm, in Schöneberg und Friedenau gibt es großartige Pizzerien zu entdecken.

Eine Frage der Zeit – und der richtigen Zutaten

Was macht nun eine authentische italienische Pizza aus? Wichtigstes Auswahlkriterium für die Teilnahme an der True Italian Pizza Week 2020 ist nicht die Nationalität des Pizzabäckers. Vielmehr geht es um die Wahl der Zutaten, wie etwa Tomatensoße bester Qualität, echte Mozzarella oder Fiordilatte. Desweiteren muss der Teig mindestens 12, besser 24 Stunden im Kühlschrank ruhen, während die Hefe geht. Dann müsse es allerdings schnell gehen, erklärt uns der neapolitanische Pizzabäcker Emanuele Bruni vom Restaurant Il Pizzaiolo in Kreuzberg. „Der Teig darf nur wenige Minuten bearbeitet und belegt werden, bevor er in den Ofen kommt. Eine kurze Backzeit bei hohen Temperaturen ist entscheidend, sonst verlieren die Zutaten an Geschmack. „Ein klassischer napoletanischer Holzofen muss es gar nicht sein, weiß Tosh Dirschka, Geschäftsführer des Il Pizzaiolo: „Dafür bekommt man heute sowieso keine Genehmigung mehr. Wir arbeiten mit einem Gasofen, der hohe Temperaturen und die typische Kruste genauso so gut erzeugt.“

Auftakt der Pizza Week im Il Pizzaiolo

Il Pizzaiolo hat erst im Dezember 2019 in Berlin Kreuzberg aufgemacht und nimmt zum ersten Mal an der True Italian Pizza Week teil. Die Pizzeria steht für typisch neapolitanische Pizza mit Zutaten höchster Qualität, die direkt aus Kampanien kommen. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung probieren wir hier die zwei Pizzen, die Emanuele Bruni extra für das Event kreiert hat. Die Donna Sophia mit Zucchinicreme, Fiordilatte-Mozzarella, Sardellen und gelben Piennolo- Tomaten vom Vesuv und die Positana mit Kürbiscreme, Provola (geräucherter Mozzarella), Salsiccia und Thymian. Köstlich schmecken beide, auch die kreativen Varianten mit Friarielli (einer Art napoletanischem Grünkohl) oder Feigen, Balsamico und Gorgonzola. Dass Emanuele sein Handwerk versteht (nicht umsonst hat er in der legendären Malafemmena in Friedenau gelernt), zeigt sich allerdings am besten bei einer einfachen Pizza mit Kirschtomaten. Hier kommen der perfekt zwischen Knusprig- und Fluffigkeit oszillierende Teig und die hervorragenden Produkte optimal zur Geltung.

Neu: Die Pizza Week in neun deutschen Großstädten

Nach drei erfolgreichen Veranstaltungen findet das Event dieses Jahr in acht weiteren deutschen Städten (Hamburg, Leipzig, Hannover, München, Stuttgart, Köln, Frankfurt und Düsseldorf) statt. Die True Italian Pizza Week ist das größte Event Deutschlands, das sich dem Symbol der italienischen Küche widmet (neapolitanische Pizza gehört seit 2017 auch zum UNESCO-Weltkulturerbe). Das Event wird von Berlin Italian Communication (Herausgeber des Berlino Magazine) zusammen mit Campari Deutschland veranstaltet. Weitere Partner sind die Italienische Botschaft in Berlin, die Gemeinde von Neapel und die italienischen Kulturinstitute von Berlin, Hamburg, München und Köln.

Adnan ist zurück – und „Tout Berlin“ feiert!

Adnan ist zurück – und „Tout Berlin“ feiert!

War er im Gefängnis? Oder auf der Flucht? Oder einfach untergetaucht? Alles Quatsch, sagt Adnan Oral, der Gastgebergott aus der Schlüterstraße in Charlottenburg-Wilmersdorf. Er brauchte einfach mal eine Pause nach unendlich vielen Jahren in der Gastronomie. Also lag der Laden brach, obwohl die Tische immer weiß eingedeckt blieben und nie ein anderer Gastronom das Filetstück Schlüter- Ecke Mommsenstraße besetzte. Auch wenn der Laden kalt bleib – die Gerüchteküche brodelte! Und wie ein Lauffeuer waberte durch die Stadt dann die lang ersehnte Nachricht: Adnan kommt zurück! Das führte dazu, dass „Tout Berlin“ mit Entzücken und unendlicher Vorfreude reagierte und Adnan bei Anmeldungen nur nach sagen konnte: „Kommt gerne vorbei. Aber es wird voll!“ Und es wurde voll. Um es auf den Punkt zu bringen:  Das „Klassentreffen“ war grandios und die rund 600 Gäste wurden mit Trüffelpizza, Minischnitzelchen und Austern ohne Ende verwöhnt. Nachdem im Sommer 2017 so plötzlich Schluss war, öffnete damit am 2. November 2018 ein kleines Stück der guten alten Westberliner Welt wieder seine edlen Türen.

Wer einen besonderen Draht zu den Jungs hinter der Bar aufbauen konnte (und das kann unsere Apertivista-Queen Gesetta sogar sehr gut!), kam sogar in den Genuss von Champagner. Was für ein Gastgeber! Gelernt ist eben gelernt! Die Gästeliste war dementsprechend lang und illuster: neben dem Geldadel und einigen hübschen jungen Damen und attraktiven Herren fanden sich u.a. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, Ex-Air-Berlin-und-Ex-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn, Schauspielerin Dennenesch Zoude, Moderatorin Ulla Kock am Brink, Ex-Springer-Mann Kai Diekmann und Springer-Chef Matthias Döpfner, Bild-Kolumnist Franz-Josef Wagner und viele viele andere.

Der Kiezkönig überraschte zudem mit einem besonderes Coup: sein neuer Küchenchef ist Dennis Markov, der vorher die Gäste im Borchardt verwöhnte. Sogar einen Teil seiner Crew brachte Markov von der Franzözischen Straße in Mitte in die Charlottenburger Schlüterstraße mit. Schön zu sehen, dass nicht nur Adnans Gäste einen gelungen Abend hatten. Auch der Gastgeber strahlte – gut erholt und so selbstverständlich, als wäre er nie weg und seine Tür niemals verschlossen gewesen! „Ich freue mich, dass es jetzt wieder los geht! Denn ich gehöre zu Berlin und Berlin gehört zu mir!“, sprach der Herr der herrlich dünnen Trüffelpizza. Und Aperitivista freut sich auf viele weinselige Abende in unserem Kiez des Herzens.

Wir lieben Pizza: Die True Italian Pizza Week

Wir lieben Pizza: Die True Italian Pizza Week

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Pizza! Pizza! Pizza! Für alle, die ohne Pizza nicht leben können (oder das noch nicht wissen), startet am Donnerstag der einwöchige Marathon in die besten Pizzerien der Stadt. Zum Hammerpreis von 10 Euro bieten die beteiligten Pizzerien der True Italian Pizza Week Berlin 2018 vom 12. – 18. April ein Menü aus zwei typischen Pizzasorten plus einem Glas Wein, Bier oder Softdrink an.

Das Projekt True Italian hat es sich auf die (italienische) Fahne geschrieben, die ursprüngliche italienische Esskultur zu erhalten und zu promoten. Dafür wurde ein
Netzwerk italienischer Gastlokale in Berlin geschaffen, deren Produkte, Zutaten, Gerichte und Philosophie original italienisch sind und die für Originalität in den Rezepten und hochwertige Zutaten garantieren. Wir finden das großartig, denn dank des Stickers „True Italian“ im Fenster der Restaurants und Cafés erkennt man gleich, ob es sich um einen empfehlenswerten Italiener handelt – bisher wurden wir jedenfalls nicht enttäuscht.

Zum Auftakt der Pizzaweek lud uns die liebe Sara Trovatelli vom Berlino Magazine zum Presse-Pizzatest in die großartige Pizzeria Malafemmena ein. Das Lokal von Emmanuele Cirillo im Friedenauer Teil der Hauptstraße (da, wo früher das Tommasa war) ist die einzige Pizzeria in Berlin, die vom Verein „Associazione Verace Pizza Napoletana“ akzeptiert wurde und den „orthodox-neapolitanischen Pizza-Stil“ (wie Kai Röger vom Tagesspiegel kürzlich so schön formulierte) pflegt.

Zum Aperitif mit Prosecco des Weinpartners Enoteca Enzo gab es Panelle, Arancine und Crocchette. Die sind lecker, wenn man den ganzen Abend mit einem Aperitif bestreitet, als Vorspeise für Pizza fanden wir sie ein wenig schwer. Die Pizzen hingegen waren hinreißend. Mit vielen netten Kolleginnen und Kollegen probierten wir die beiden Eventpizzen: „Melanzane a funghetto“ mit Auberginen, die separat mit Olivenlöl, Tomaten und Basilikum gebraten werden und die Pizza Diavola mit scharfer Salami), dann gab es noch die Pizza mit „pomodoro del piennolo“, eine typische Tomatensorte aus der Vesuv-Zone. Außerdem gab es Pizza fritta, eine Art Calzone, die in Öl gebacken wird und für die ich, die sonst bei jedem Gramm Fett in Panik gerät, sterben würde.

Das Geheimnis ist, dass napoletanische Pizza leicht ist (und dies bei 220 g Teig pro Stück auch sein muss): „Malafemmena verkörpert unsere Idee einer Pizza, die nicht nur lecker sondern auch leicht verdaulich ist. Sie werden sich heute Nacht nicht schwer fühlen oder Durst haben, weil der Teig viel Wasser und wenig Hefe enthält und mindestens 48 Stunden geruht hatte“ versprach uns Emmanuele, der Besitzer und waschechte Neapolitaner Emmanuele Cirillo. Der Rand der Pizza war, wie es sich für eine authentische Pizza napoletana gehört, luftig oder wie die Italiener sagen „alveolato“. Die verbrannten Blasen gehören genauso dazu wie die Auswahl bester Zutaten für den Belag – vor Acrylamid sollte man definitiv keine Angst haben.

Ganz in der Nähe liegt eine andere Lieblingspizzeria, das Prometeo, das ebenfalls an der Pizza Week teilnimmt. Eine Radtour (bzw. ein Dauerlauf, die für diejenigen unter uns, die unbedingt das legendäre Tiramisu von Prometeo als Dessert wollen) mit direktem Vergleich haben wir bereits geplant – die Wahl des Favoriten fällt hier nämlich schwer. Und natürlich werden wir die Pizza Week nutzen, um weitere True Italian-Pizzas zu testen: das wird richtig lecker!

Pizza Week 2018 map