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Pizza! Pizza! Pizza! Für alle, die ohne Pizza nicht leben können (oder das noch nicht wissen), startet am Donnerstag der einwöchige Marathon in die besten Pizzerien der Stadt. Zum Hammerpreis von 10 Euro bieten die beteiligten Pizzerien der True Italian Pizza Week Berlin 2018 vom 12. – 18. April ein Menü aus zwei typischen Pizzasorten plus einem Glas Wein, Bier oder Softdrink an.

Das Projekt True Italian hat es sich auf die (italienische) Fahne geschrieben, die ursprüngliche italienische Esskultur zu erhalten und zu promoten. Dafür wurde ein
Netzwerk italienischer Gastlokale in Berlin geschaffen, deren Produkte, Zutaten, Gerichte und Philosophie original italienisch sind und die für Originalität in den Rezepten und hochwertige Zutaten garantieren. Wir finden das großartig, denn dank des Stickers „True Italian“ im Fenster der Restaurants und Cafés erkennt man gleich, ob es sich um einen empfehlenswerten Italiener handelt – bisher wurden wir jedenfalls nicht enttäuscht.

Zum Auftakt der Pizzaweek lud uns die liebe Sara Trovatelli vom Berlino Magazine zum Presse-Pizzatest in die großartige Pizzeria Malafemmena ein. Das Lokal von Emmanuele Cirillo im Friedenauer Teil der Hauptstraße (da, wo früher das Tommasa war) ist die einzige Pizzeria in Berlin, die vom Verein „Associazione Verace Pizza Napoletana“ akzeptiert wurde und den „orthodox-neapolitanischen Pizza-Stil“ (wie Kai Röger vom Tagesspiegel kürzlich so schön formulierte) pflegt.

Zum Aperitif mit Prosecco des Weinpartners Enoteca Enzo gab es Panelle, Arancine und Crocchette. Die sind lecker, wenn man den ganzen Abend mit einem Aperitif bestreitet, als Vorspeise für Pizza fanden wir sie ein wenig schwer. Die Pizzen hingegen waren hinreißend. Mit vielen netten Kolleginnen und Kollegen probierten wir die beiden Eventpizzen: „Melanzane a funghetto“ mit Auberginen, die separat mit Olivenlöl, Tomaten und Basilikum gebraten werden und die Pizza Diavola mit scharfer Salami), dann gab es noch die Pizza mit „pomodoro del piennolo“, eine typische Tomatensorte aus der Vesuv-Zone. Außerdem gab es Pizza fritta, eine Art Calzone, die in Öl gebacken wird und für die ich, die sonst bei jedem Gramm Fett in Panik gerät, sterben würde.

Das Geheimnis ist, dass napoletanische Pizza leicht ist (und dies bei 220 g Teig pro Stück auch sein muss): „Malafemmena verkörpert unsere Idee einer Pizza, die nicht nur lecker sondern auch leicht verdaulich ist. Sie werden sich heute Nacht nicht schwer fühlen oder Durst haben, weil der Teig viel Wasser und wenig Hefe enthält und mindestens 48 Stunden geruht hatte“ versprach uns Emmanuele, der Besitzer und waschechte Neapolitaner Emmanuele Cirillo. Der Rand der Pizza war, wie es sich für eine authentische Pizza napoletana gehört, luftig oder wie die Italiener sagen „alveolato“. Die verbrannten Blasen gehören genauso dazu wie die Auswahl bester Zutaten für den Belag – vor Acrylamid sollte man definitiv keine Angst haben.

Ganz in der Nähe liegt eine andere Lieblingspizzeria, das Prometeo, das ebenfalls an der Pizza Week teilnimmt. Eine Radtour (bzw. ein Dauerlauf, die für diejenigen unter uns, die unbedingt das legendäre Tiramisu von Prometeo als Dessert wollen) mit direktem Vergleich haben wir bereits geplant – die Wahl des Favoriten fällt hier nämlich schwer. Und natürlich werden wir die Pizza Week nutzen, um weitere True Italian-Pizzas zu testen: das wird richtig lecker!

Pizza Week 2018 map

 

Posted by:gesetta

Aus dem norddeutschen Flachland zog es mich schnell nach Italien und Frankreich, wo ich das mediterrane Lebensgefühl in jede Pore aufgesogen habe. Ich liebe Venedig, Aperol Spritz und gutes Essen. Schon als Kind hasste ich Jugendherbergen, praktische Kleidung und flache Schuhe. Nach unzähligen herrlichen Hotels und einem unprotestantischen Ja zum Glamour kann ich letzteren beiden inzwischen sogar etwas abgewinnen. In 10 Jahren kommt vielleicht die Zeit für Jugendherbergen, weil ich mich jung fühlen möchte. Besser nicht.

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