What a night! Alle waren sie da bei der größten und beliebtesten Party der 68. Berlinale – Berlin International Film Festival, das sich zu einer Art Familientreffen und Must-be der nationalen und internationalen Film- und Medienbranche entwickelt hat. Wir waren dabei und haben uns ehrfürchtig staunend mit einem Aperitiv-Glas gewappnet durch die Menge geschoben.

„Hier auf dem roten Teppich zu sein ist ungefähr so wie einmal durch die gesamte Kino- und Serienproduktion des Jahres zu laufen“ sagte ARD-Moderatorin Petra Gute und traf es damit auf den Punkt: so viel Starauflauf ist in Berlin selten. Gekommen waren die FACK JU GÖHTE-Crew, die Stars von Bibi & Tina – Filme, Matthias Schweighöfer, Elyas M’Barek, Jessica Schwarz, Heike Makatsch, Louis Hofmann, Wim Wenders, Anne Heche und Iris Berben, um nur einige zu nennen.

Glitzer, Glamour und Diversity war das Motto am 1. Berlinale-Samstag bei der großen Medienboard-Party im Ritz-Carlton. Gefeiert wurden 15 geförderte Produktionen im offiziellen Festivalprogramm. Medienboard-Geschäftsführer Kirsten Niehuus & Helge Jürgens begrüßten rund 1.800 Gäste aus Film, Politik & Wirtschaft (gefühlt waren im Ritz Carlton ungefähr doppelt so viele Leute) und zeigten sich sehr zufrieden mit dem Jahr 2017. Kein Wunder, denn zwei Mal hieß es „Scheck is back“: Die Teams von „Bibi und Tina 4“ und „Fack ju Göhte 3“ zahlten rund 811.000 Euro ans Medienboard zurück – durch diese kommerziell sehr erfolgreichen Produktionen bleibt dann auch Geld für weniger publikumsträchtige Föderungsprojekte wie Experimentalfilm und -Videokunstprojekte.

Von vielen Prominenten unterstützt wurde die deutsche Antwort auf die #Metoo-Debatte, die von der Schauspielern und ehemaligen Berlinale-Preisträgerin Anna Brüggemann initierte  „Nobody’s Doll“-Kampagne. „Die Gleichberechtigung ist auf dem roten Teppich noch nicht angekommen“, schreibt die Schauspielerin und Drehbuchautorin Anna Brüggemann im Manifest der Kampagne. „Im Gegenteil, das Frauen- und auch Männerbild, das bei Festivaleröffnungen, Premieren und Preisverleihungen erwartet wird, kommt mir vor wie aus den fünfziger Jahren.“ Sie hat damit einigen Wirbel ausgelöst, und es bleibt zu hoffen, dass die Missstände im Kulturbetrieb und die ebenfalls von ihr angeprangerte enge Verflechtung zwischen Kultur- und Modeindustrie nicht nur in Frage gestellt werden, sondern sich auch wirklich etwas ändert.

Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass Filmemacher Dani Levy da war. Vor vielen Jahren hatte ich das Glück, in „meinem“ UCI-Kino am Düsseldorfer Hafen die Deutschland-Premiere seines Agenten-Films  „Meschugge“ mit Maria Schrader in der Hauptrolle zu präsentieren. Der Film war nicht einer seiner erfolgreichsten, unsere Gäste dafür umso begeisterter – und wir hatten anschließend einen sehr langen lustigen Abend in der brasilianischen Bar in der Bilker Kirche. Ich freue mich schon sehr auf seine neue VR-Serie mit vier Geschichten über Jerusalem, in der die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen.

Eine kleine Oase im megavollen Ritz Carlton war die blumengeschmückte Dr. Hauschka-Lounge, in der ein Hauch Gesichtstonikum und Naturfarbe wahre Frische-Wunder wirkten (danke übrigens für das großartige Goodie-Bag, in dem ich glücklicherweise auch das schicke neue Purple Light-Puder fand). Nachdem die VIPs zum Bild-Event ins Borchardt weitergezogen sind, haben auch wir die Party gegen 11 Uhr leicht erschöpft verlassen. Auf der Tanzfläche tobte es, und die letzten Gäste sind bestimmt erst gegen Morgengrauen zum Shuttle Service gewankt…

Vielen Dank an das Medienboard Berlin-Brandenburg und insbesondere Laura Winkler für die Einladung – wir haben den Abend sehr genossen!

Und danke für die tollen Fotos von Eva Oertwig, Matthias Nareyek, Stefan Krempl und David Marschalsky für das Medienboard Berlin-Brandenburg.

#MBBparty #Nobodysdoll #mbbatberlinale #berlinalemoments

 

 

Posted by:gesetta

Aus dem norddeutschen Flachland zog es mich schnell nach Italien und Frankreich, wo ich das mediterrane Lebensgefühl in jede Pore aufgesogen habe. Ich liebe Venedig, Aperol Spritz und gutes Essen. Schon als Kind hasste ich Jugendherbergen, praktische Kleidung und flache Schuhe. Nach unzähligen herrlichen Hotels und einem unprotestantischen Ja zum Glamour kann ich letzteren beiden inzwischen sogar etwas abgewinnen. In 10 Jahren kommt vielleicht die Zeit für Jugendherbergen, weil ich mich jung fühlen möchte. Besser nicht.

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