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2006 hat er entschieden: Jetzt reicht`s! Unerwartet beendete Wolfgang „Wolle“  Petri  seine Wahnsinns-Karriere, weiß der Geier, warum! Jetzt ist er wieder da. Naja, wenigstens seine Hits sind wieder da. Er selber hält sich nach wie vor diskret –  und ohne Freundschaftsbänder, Lockenmähne und Seehund-Schnauzer ohnehin nicht erkennbar – im Hintergrund. Aber auch wenn Wolle sein Outfit verändert hat, seine Hits sind dieselben Knaller wie früher!

Im Februar hatte „Wahnsinn“, das erste Party-Schlager-Musical der Welt, Premiere. Bis zum 13. Mai 2018 gastiert es nun im Theater am Potsdamer Platz. Und ja: ich hatte sehr gute Laune, als das Ensemble so gegen 23 Uhr das letzte Mal die Bühne stürmte. Mit einem Lichtermeer aus Handytaschenlampen – schöne neue Zeit – auf die das Publikum sofort und begeistert reagierte. Die Berliner sind ja grundsätzlich zunächst skeptisch; am Ende des Abends  gab`s Standing Ovation für zweieinhalb Stunden Spaß, Stimmung, gute Laune, Power, Energie, Gefühl, Humor und den Mut zum Mitgrölen! 25 seiner Songs rahmen geschickt die Geschichten um vier ganz unterschiedliche Paare ein und begleitet sie durch ihre persönliche Achterbahn der Gefühle. Wünsche und geplatzte Träume, neue und alte Lieben, Alltagstrott, Sehnsucht, Herzschmerz und die Hoffnung auf die großen Chancen des Lebens, die man vielleicht dann doch noch nicht ganz verpasst hat.

Kraftvoll inszeniert mit einem geschickten Bühnenbild, das vom LKW über die Stammkneipe bis zum spanischen Party-Hotel alles mitmacht. Autobiografische „Wolle“-Elemente sind eingebaut: Kölner Charme, die Disco Whisky Bill, in der er damals entdeckt wurde, der Hype um die erste Mega-Single „Sommer in der Stadt“…

Seine Hits haben nichts an Emotionen und Dynamik verloren und Mitsingen kann fast jeder:  „Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen“, „Der Himmel brennt“, „Weiß der Geier“, „Du bist ein Wunder“, „Ganz oder gar nicht“, „Bronze, Silber und Gold“, „Sieben Tage, sieben Nächte“, „Gianna”, „Nur ein kleines Stück Papier“ und natürlich den Titelsong „Wahnsinn“. Und was sagt der Meister zu diesem Werk? Wolfgang Petri: „Die Show ist sehr ergreifend und schön. Ich habe viel gelacht und an der Stelle, als ein für mich sehr emotionales Lied  „Nichts von alledem“ gesungen wurde, musste ich in der Tat weinen. Eventuell übernehme ich mal eine Gastrolle im Musical, wer weiß.“

Kurz – das Ensemble gibt alles, die Hits sind unvergessen, die Stimmung „einfach geil“. Danke Semmel Concerts für den schönen Abend und einen Teil der Fotos.

Hier geht`s zu den Tickets und mehr Information

 

Posted by:macontini

Berlinerin, Journalistin mit Zeitungs-, Radio- und TV-Vergangenheit, Autorin, PR-Frau, alleinerziehende Mutter, Hundebesitzerin, Katzenliebhaberin, Kämpferin, Träumerin und Neuerfinderin. Bewegung ist Glück. Und das am liebsten schnell… in den Fingern, im Kopf und den Beinen. Ich mag es, dem Leben immer wieder das Besondere abzutrotzen und sich den unterschiedlichsten und meistens unerwarteten Herausforderungen zu stellen. Zugegeben – das ist nicht immer einfach. Aber einfach kann ja jeder!

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