Online-Cooking-Masterclass mit Matteo Metullio von Harry’s Piccolo Restaurant

Online-Cooking-Masterclass mit Matteo Metullio von Harry’s Piccolo Restaurant

ITALCAM lädt zum virtuellen Meister-Kochkurs

Als die Einladung zur Online-Cooking-Masterclass mit Matteo Metullio und Davide Da Pra ins Haus flattert, zögere ich keine Sekunde und bestelle das Paket mit typisch friulanischen Produkten für ein Risotto mit Formadi Frant-Käse und San Daniele-Forelle. Nicht nur, dass der gebürtige Triestiner Chef seiner Heimatstadt 2 Michelin-Sterne eingebracht hat und das Team Metullio-Pra zu den interessantesten Auftsteigern der italienischen Gourmetszene zählt. Auch, dass Reisen und Restaurantbesuche in Zeiten der Pandemie zu einem Sehnsuchtsgut geworden sind und wir kreative Initiativen wie die von PromoTurismo Friulisch Julisch Venetien und ITALCAM organisierte Online-Cooking-Masterclass mit Matteo Metullio als großartige Abwechslung zum monotonen Lockdown-Leben begrüßen.


Davide Da Pra (links) und Matteo Metullio, auf der Piazza dell’Unita d’Italia in Triest

Die ersten zwei Michelin-Sterne für Triest

Es sind die ersten Zwei-Michelin-Sterne in der Geschichte der mitteleuropäischen Stadt par excellenze, vereinen sich hier im Nordosten Italiens doch die slawische, österreichische und italienische Kultur. Mitten in der Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien befindet sich die atemberaubend schöne Piazza dell’Unità d’Italia mit dem traditionsreichen Luxushotel Duchi D’Aosta. Eine bessere Adresse hätte Matteo Metullio mit seinem Sous-Chef Davide Pra für die Gründung des Gourmetrestaurants Harry’s Piccolo kaum finden können.

True Italian Taste: Beste Produkte aus Italien

Die Online-Cooking-Masterclass mit Matteo Metullio findet im Rahmen von True Italian Taste statt, eine Aktion des italienischen Außenministeriums, die auf die hohe Qualität authentisch italienischer Lebensmittel aufmerksam machen möchte. Wir freuen uns also auf die einmalige Gelegenheit, mit dem Dreamteam gemeinsam auf Zoom ein CREMIGES RISOTTO MIT KÄSE «FORMADI FRANT», MEERRETTICH UND GERÄUCHERTER FORELLE zu kochen. Zu diesem Gericht mit DOP und DOC-Produkten der Region empfehlen die Köche die Weißwein-Cuvée Gramogliano 2019, die nach dem gleichnamigen Weinberg von Canus in Corno di Rosazzo benannt ist.

Insidertipps für Sterne-Risotto

60 TeilnehmerInnen sind der Einladung von ITALCAM zur Online-Cooking-Masterclass mit Matteo Matullio gefolgt. Auch Risotto-Profis dürften überrascht gewesen sein, dass der Sternekoch den Vialone Nano-Reis ohne Öl im Topf erhitzt und die richtige Temperatur mit der Hand überprüft. Erst dann löscht er mit Weißwein – idealerweise dem Gramogliano, den wir später zum Essen trinken – ab. Das köstlich nach frischem Heu duftende Tergeste DOP Olivenöl wird erst später zugegeben. Vorher rühren wir den Formadi Frant-Käse ein, der sich sofort im al dente gekochten Reis auflöst. Das intensive, fast an Schimmelkäse erinnernde Aroma dieses auschließlich im Friaul hergestellten Rohmilchkäses verleiht dem Risotto seinen charakteristischen Geschmack. Frisch geriebener Kren (Triestinisch für Meerettich) sorgt für delikate Schärfe, die Butter (in Ermangelung eines friulischen Originals nehmen wir französische) für die Cremigkeit. Die in Würfel geschnittene, geräucherte San Daniele-Lachsforelle toppt das Zusammenspiel dieses ganz besonderen Risottos.

Typische Weißweincuvée von Canus

Das zwar cremig anmutende und unschuldig wirkende Reisgericht überrascht mit einem aromaintensiven, handfesten Geschmack, der nach einem olfaktorisch ebenbürtigen Wein verlangt. Die komplexen Aromen des Bianco DOC Friuli Colli Orientali Gramogliano 2019 von Canus setzen mit kräftiger Säure einen gelungenen Konterpart zum Risotto. Genau wie die eingesetzten Zutaten spiegelt die Cuvée aus den regionaltypischen Rebsorten Friuliano, Pinot Grigio, Sauvignon und Ribolla Gialla die Region Friulisch Julisch Venetien perfekt wieder. Das Zusammenspiel beider evoziert die unberührte Natur Karniens, den Karst und die Traditionen mitteleuropäischer Küche aufs Allerschönste. Vielen Dank für die Online-Cooking-Masterclass mit Matteo Matullio und den virtuellen kulinarischen Ausflug ins Friaul! Welch ein Fest wird es sein, bei Matteo Metullio und Davide Pra das Original-Risotto genießen zu können. Diesen Sommer in Triest, hoffentlich.

Das Rezept

CREMIGES RISOTTO MIT KÄSE «FORMADI FRANT», MEERRETTICH UND GERÄUCHERTER FORELLE

ZUTATEN FÜR 1 PERSON

50 g Vialone Nano Reis
Weißwein ca 50 ml. (als Zugabe)
200 ml Gemüsebrühe
20 g gehäutete und entgrätete Räucherforelle 10 g frische Meerrettichwurzel
20 g Alpenbutter
10 g natives Olivenöl extra
25 g Formadi Frant Käse
Salz und Pfeffer nach Belieben

Die Zubereitung findet ihr auf dem Video der Online-Cooking-Masterclass mit Matteo Metullio und Davide Pra findet ihr hier.

Die besten Restaurants mit Take-Away in Berlin

Essen gehen ist vorerst gestrichen, Bars und Cafés sind geschlossen: Berlin steht im Zeichen des Lockdowns, und das vorerst bis zum 21. Dezember. Gerade in der Weihnachtszeit trifft uns Ausgehfreudige und Fans des guten Essens das hart. Das mag ein vertretbares Luxusproblem sein, die Gastronomie hingegen befindet sich vielerorts in einer lebensbedrohlichen Situation. Schließlich wurden schon im ersten Lockdown herauragende Köche entlassen, und einige ambitionierte Restaurants haben die Krise gar nicht überstanden. „Support your local restaurant“ und „verantwortungsvoller Genuss zu Corona-Zeiten“ lauten die Gebote der Stunde. Deshalb haben wir eine Woche lang die Mitnehm-Angebote toller Restaurants in den verschiedenen Kiezen getestet – hier sind die besten Restaurants mit Take-away in Berlin.

Fine Dining für zuhause: Der India Club

Berlins wohl feinste indische Küche verspricht der India Club. Für seine „Authentic North Indian Cuisine“ im Hotel Adlon heuerte Betreiber Enno August Jagdfeld Manish Bahukhandi als Küchenchef an. Wir ordern das Chicken Tikka HIghway aus dem Original Tandoori-Ofen, köstliches Buttered Chicken nach Familienrezept von Chef Manish Bahukhandi und hervorragendes Lamm (Rara Meat). Dazu verschiedene Brote, Dals und unbedingt Raita mit Joghurt, Gurke, Minze und Kumin zum Abmildern der Schärfe. Als Vorspeise überzeugt uns besonders der fantastisch gewürzte Kohlrabi-Apfel-Salat. Das göttliche Mango-Lassi geht in seiner opulenten Süsse fast schon als Dessert durch. Wäre da nicht das göttliche Gulab Jamun aus Grieß, Milch und Rosenblättern, dass in der Nase entfert an Spritzkuchen erinnert. Die Preise sind dem Niveau des Restaurants entsprechend gehoben (15-21 Euro für die Vorspeisen, 21-27 Euro für die Hauptspeisen, Side Dishes 4-9 Euro). Dafür kommt das Essen ökologisch korrekt in stylischen Pappschachteln verpackt und ready-to-eat nach Hause. Das Aufwärmen entfällt, und in ganz Berlin ist die Lieferung ab 50 Euro Bestellwert frei. Zusätzliches Highlight: Restaurantleiter Mika Rahimkhan, der die besondere Gastfreundschaft des India Club sogar übers Telefon transportiert. Unser Tipp für besondere Anlässe!

India Club, Lieferservice von Donnerstag bis Dienstag von 15:00 – 21:00 Uhr

Feinkost mit Weinbegleitung: Restaurant Bricole

In unserer Liste für die besten Restaurants mit Take-away in Berlin darf das Bricole am Prenzlauer Berg nicht fehlen. Schließlich zählt das Restaurant mit den vielen köstlichen Kleinigkeiten zu den vielversprechendsten kulinarischen Orten Berlins. Nun hat pünktlich zum Lockdown wieder die PopUp-Feinkostwirtschaft Bricole geöffnet. Am Verkaufsfenster steht der wunderbare Gastgeber Fabian Fischer, der zu den appetitlich in Einmachgläsern verpackten Spezialitäten persönlich den passenden Wein für Zuhause empfiehlt. Heiß begehrt sind die Königsberger Klopse (perfekt aus Kalb und mit genau der richtigen Dosis Kapern) mit Nussbutter-Kartoffelpüree und Rotebeete-Salat. Köstlich zum Aperitiv das Malzbrot mit Karamell-Butter, Gänserillettes und Entenleberparfait – am liebsten würden wir alles gleich vor Ort auspacken und mit einem Glas Champagner in der weitläufigen Senefelder Straße verköstigen. Achtung: Am Nachmittag wird es meist schon knapp mit Klopsen, Bouillabaisse & Co., also rechtzeitig kommen!

Bricole Restaurant, Senefelderstraße 30, 10437 Berlin. Donnerstag bis Sonntag 13-18 Uhr.

Pizza napoletana mit Aperitiv: Antica Pizzeria da Michele

Eine neue Pizzeria genau zwischen den beiden alteingesessenen Pizza-Ikonen Prometeo und Malafemmena? Da hat sich die junge Neapoletanerin Roberta Marcone mit ihrer Antica Pizzeria da Michele from 1870 in der Schöneberger Fritz-Reuter-Straße ganz schön was getraut. Entsprechend neugierig waren wir auf das kurz vor dem ersten Lockdown eröffnete Restaurant mit dem markanten roten Holzofen. Die Pizzen sind riesig, der Teig aus frischer Hefe darf 24 Stunden lang gehen. Belegt wird er mit hochwertigen, regionalen Zutaten wie Friarielli (einer Art Grünkohl), Büffelmozzarella und Ciccioli (neapolitanischem Speck). Als glühende Pizza-Fans sind wir restlos begeistert. Allerdings sollte man sich angesichts winterlicher Berliner Temperaturen beim Verzehr auf der Palette um die Ecke beeilen. Der Spritz-to-go (die Kombi mit Pizza kostet von 13-15 Uhr nur 12 Euro) bleibt zwar kalt, die Pizza ist es nach 10 Minuten aber leider auch. Eine zweite Pizza haben wir mitgenommen und zu Hause für max. 5 Minuten in den 180 Grad heißen Ofen geschoben. Das Ergebnis war durchaus zufriedenstellend und immer noch 100 Mal besser als jede Pizza von einem der einschlägigen Pizza-Lieferservices der Stadt. Weil ihr Take-Away-Service so gut ankommt, öffnet Roberta jetzt übrigens auch am Donnerstag von 17-22 Uhr, zusätzlich zu Freitag-Sonntag 13-22 Uhr.

Antica Pizzeria da Michele, Fritz-Reuter-Straße 7, 10827 Berlin.

Take-Away statt Opening: Markt12 im 12seasons

Eigentlich sollte das 12seasons im ehemaligen Julep’s in der Giesebrechtstraße schon längst Tür und Küche geöffnet haben. Statt der geplanten Restauranteröffnung haben die Gastgeber Tim Hansen und Vitali Müller sowie Küchenchef Kamel Haddad die Aktivitäten kurzerhand VOR die Tür gelegt. Unter dem Interimsnamen „Markt12“ wartet auf der hauseigenen Terrasse nun ein improvisierter, aber höchst stylisher Tresen auf hungrige und durstige Gäste. Wer mag, kann auch Eingemachtes und Eingekochtes wie Quitten-Marmelade, Rosmarin-Sirup oder hausgebackenes Sauerteigbrot und köstlich angemachte Butter mit nach Hause nehmen. Zu einem Glas köstlichem Bamberger Sekt locken kleine Gerichte wie köstliche Kartoffel-Butternut-Rösti mit Gorgonzola-Salbei-Creme oder Rote-Beete-Gnocchi. Besonders empfehlenswert ist die Wild-Bratwurst auf einem verboten leckeren Tomaten-Confit, dazu krosse Streifen aus Kartoffelschalen und Chili-Mayo. Zum Essen und Trinken kann man die nahegelegenen Verteilerkästen Corona-konform zu Tischen umfunktionieren oder das Ganze mitnehmen. Wer einen kleinen Vorgeschmack auf das zukünftige Fine Dining im 12seasons bekommen möchte, ordert für faire 40 Euro das nur am Wochenende vorbestellbare Menü zum Mitnehmen.

12seasons, Giesebrechtstraße 3, 10629 Berlin, Dienstag bis Samstag 12-20 Uhr

Fingerfood aus Tel-Aviv: Restaurant Joseph im Amano Hotel

Die besten Restaurants mit Take-away in Berlin wären nicht komplett ohne einen Vertreter der zur Zeit so angesagten israelischen Küche. Das Joseph im Hotel AMO by AMANO in der Friedrichstraße bietet zur Lockdownseason eine leicht abgespeckte Karte zum Mitnehmen an. Zu Hause angekommen, packen wir die ansprechend verpackten Speisen aus und stellen fest, dass wir noch nicht mal den Ofen anwerfen müssen. Alles präsentiert sich heiß, appetitlich und ready-to-eat. Besonders begeistert hat uns der Cheeseburger mit Süßkartoffeln, der sogar geviertelt noch ziemlich satt macht. Sehr empfehlenswert sind auch die Brotvariation mit Hummus, Tahini, Chimichurri und der geröstete Blumenkohl, hier mit Tomatensalsa und delikaten Salzzitronen. Auch die gefüllte Aubergine überzeigt auf ganzer Linie. Das Streetfood des Joseph ist ideal für einen entspannten Abend im Family-Style, das heißt wie in Tel-Aviv teilen und und von allem probieren. Das gilt übrigens auch für den hausgemachten, geheimnisvoll gewürzten Glühwein, der die Wartezeit im hübsch dekorierten Außenbereich versüßt – unbedingt kosten!

Joseph, Friedrichstraße 113, 10117 Berlin, Mo-Fr 12-20 Uhr, Sa 15-20 Uhr

Vakuumierte Geschmacksbomben: Der Schüsseldienst

Wer trotz Homeoffice und Lockdown nicht auf gesundes, leckeres Essen verzichten will, aber keine Lust aufs Schnippeln und Kochen hat, kann sich beim Schüsseldienst eindecken. Felix Mielke bietet seine warmen Schüsseln nämlich auch vakuumiert zum Mitnehmen an. Wir entscheiden uns gegen die vielgepriesene Ente à l’Orange und für die vegetarische Option, den gebackenen Spitzkohl mit Brotcrumble, Pilz-Polenta, Edamame und Miso Mayo. Zu Hause folgen wir den präzisen Instruktionen und haben nach 20 Minuten ein ausgesprochen köstliches Gericht auf dem Tisch. Faszinierend, zu welchen kulinarischen Höhen sich ein Spitzkohl unter dem EInfluss von Felix Mielke aufschwingen kann! Die mit Vakuum verpackten Fine-Dining-Imbisse sind zwei Tage haltbar und können zum Ladenpreis als Duo ab 19 € oder als Viererpackung ab 38 € spontan oder auf Vorbestellung innerhalb der Öffnungszeiten abgeholt werden. Einen Lieferservice gibt es für dieses Special nicht, während alle anderen Speisen des Schüsseldienst über Lieferando bestellt werden können.

Schüsseldienst, Akazienstr. 3a, 10823 Berlin. Montags von 12.00 – 16.00 Uhr und dienstags bis samstags von 12.00 – 21.00 Uhr für Abholer geöffnet.

Champagner & Cheeseburger: Schlosshotel im Grunewald

Das perfekte Lunch-to-go nach einem Herbstspaziergang gibt es im Schlosshotel am Grundwald. Der köstliche hausgemachte Cheeseburger mit verführerischen Brioche-Brötchen und die weltbesten, crispy Pommes haben definitiv Suchtpotenzial. Als (wahrscheinlich nur gefühlt) leichte Alternative reicht die Schlossküche ein cremiges Maronensüppchen, das an kalten Tagen Seele und Füße wärmt. Passend zum noblen Ambiente des von Hoteldirektor Stefan Athmann wieder zum Leben erweckten Schlosshotel trinken wir ein Glas Ruinart Champagner. Wer den nicht mag (gibt’s das?), greift zum Brombeer-Vermouth-Glühwein oder zu einem der exzellent gemixten Cocktails von der Hotelbar. Unsere Empfehlung für einsame Westberliner Adventssonntage ohne Weihnachtsmarkt im Grunewald!

Schlosshotel Berlin by Patrick Hellmann, Brahmsstraße 10, 14193 Berlin.

Take-Away: Das beste Mittel gegen den Corona-Blues

Abgesehen davon, dass wir nach der letzten Woche kurz vor dem Platzen standen, war unsere Genussreise durch die besten Restaurants mit Take-Away in Berlin ungemein spannend. Von Charlottenburg bis Prenzlauer Berg, von Schöneberg bis MItte konnten wir uns persönlich davon überzeugen, mit viel Engagement ambitionierte Gastronomen dem Lockdown trotzen. Wir freuen uns, wenn ihr diese und alle anderen Restaurants tatkräftig unterstützt, damit es euer Lieblingsrestaurant auch nach COVID-19 noch gibt. Viel Spaß beim Verkosten und vor allem: Bleibt gesund!

Markt12 vorm Restaurant 12seasons: Gehobene Gastronomie zum Mitnehmen

Wenn das Schicksal Lösungen fordert

Wir haben Hunger. Aber vor allem Appetit auf Neues. Und freuen uns, dass uns viele der großartigen Restaurants in Berlin einen ToGo-Service der besonderen Art anbieten: Entweder für daheim, um die Speisen auf Temperatur zu bringen, oder bereits komplett zubereitet zum sofortigen Genuss. Deshalb wollten wir testen, wie lecker Takeaway in gehobener Qualität wirklich ist. Das macht Spaß, hilft gegen Langeweile und unterstützt lokal. Wir begeben uns also in die schöne Giesebrechtstraße, in der kürzlich das Markt12 vorm Restaurant 12seasons eröffnet hatte.

Köstliches von der Terrasse

Eigentlich sollte das 12seasons im ehemaligen Julep’s in der Giesebrechtstraße schon längst Tür und Küche geöffnet haben. Aber dann kamen Corona und damit Plan B. Statt nun Abend für Abend die Gäste IM Restaurant zu empfangen, haben die Gastgeber Tim Hansen und Vitali Müller und Küchenchef Kamel Haddad die Aktivitäten kurzerhand VOR die Tür gelegt. Das Markt12 vorm Restaurant 12seasons war geboren. Auf der hauseigenen Terrasse wartet ein improvisierter, aber dennoch höchst stylisher Tresen auf hungrige und durstige Gäste. Wer mag, kann auch Eingemachtes und Eingekochtes aus saisonalem Obst und Gemüse mit nach Hause nehmen. Quitten-Marmelade und Rosmarin-Sirup verlocken genauso zum Probieren und Kaufen wie selbstgebackenes Sauerteigbrot und köstlich angemachte Butter. Präsentiert wird das alles in einem äußerst appetitlichen Arrangement zwischen Weinflaschen und Blumen.

Coole Idee, coole Typen

Das Konzept vom 12seasons sieht vor, jeden Monat einen komplett neuen Speiseplan anzubieten; diese Idee wird nun auch als Takeaway weitestgehend umgesetzt. Trotz der doch recht widrigen Umstände wirken die Drei, die als Team bereits das NEUMOND in Mitte zum Erfolg geführt haben, recht entspannt. Ein Umstand, der möglichweise auch dem Innenleben des 12seasons geschuldet ist: Denn das Restaurant wirkt immer noch weit entfernt von fertig. Die Bar ist nur rudimentär zu erahnen, Teppiche liegen auch noch nicht. Alles wartet auf ein Finish im Dornröschenschlaf. Auch hier hat Corona zugeschlagen. Tim Hansen steht lässig an dem Bargerippe und erzählt: „Unsere beiden Tischler sind ausgefallen. Macht vier Wochen Quarantäne und damit Baustillstand.“ Aber irgendwie steht den Dreien dieser Baustellencharme gut, und sie wirken sehr lässig im schummerigen Halbdunkel des Provisoriums. Warum auch in Hektik geraten, wenn gerade alles irgendwie alles eher still steht. Vitali Müller: „Dennoch ist es uns gerade jetzt wichtig, unseren Gästen zu helfen, diese Zeit genussvoll zu überstehen.“ Ein Gedanke auf Gegenseitigkeit.

Lockdown-Menü mit Novemberfeeling

Dann wollen wir mal sehen und vor allem kosten, was so geht. Tim Hansen empfiehlt uns ein besonderes Lockdown-Menü; angepriesen als mit Liebe und Leidenschaft hergestellt. Wir starten mit köstlichen Kartoffel-Butternut-Rösti mit Gorgonzola-Salbei-Creme. Es folgt eine Wild-Bratwurst auf einem verboten leckeren Tomaten-Confit (Zitat von Chefkoch Kamel Haddad: „Dafür braucht man sehr viel Geduld“), dazu krosse Streifen aus Kartoffelschalen und Chili-Mayo. Die Fragezeichen zu den Kartoffelschalen finden die Lösung in einem höchst nachhaltigen Konzept, bei dem wirklich alles verwertet werden soll. Wir beenden den kulinarischen Novemberspaziergang mit rustikalen Rote-Beete-Gnocchi, die vegetarisch aussehen, durch eine deutliche Specknote aber herzhaft schmecken. Empfehlenswert! Wer einen kleinen Vorgeschmack auf das zukünftige Fine Dining im 12seasons bekommen möchte, ordert das nur am Wochenende verfügbare Menü zum Mitnehmen – für faire 40 Euro.

Prickelndes zum Warmwerden

Übrigens verkürzt uns ein Glas Bamberger Sekt äußerst prickelnd die Wartezeit. Wir plaudern auf Abstand und erfahren viel über Freundschaft, das durchaus durchdachte und ambitionierte Konzept und den Wunsch, mit neuen Ideen ihre durch die Berliner Restaurantlandschaft mitwandernde Fangemeinde glücklich zu machen.

12seasons, Giesebrechtstraße 3, 10629 Berlin. Tel.: 030 92258049

Mehr Infos zur Speisekarte und Öffnungszeiten: hier

Bacg Berlin: Frisches Streetfood in Mitte

Bacg Berlin: Frisches Streetfood in Mitte

Mitte ruft. Wir wollen raus an diesem Mittwoch im Oktober, der Lockdown liegt schon in der Luft und ein einsamer November vor uns. Herrlich ist es hier. Vor unserem Besuch im Bacg Berlin spazieren wir am sensationellen Hinterhof am Café Cinema  in der Rosenthaler Straße vorbei. Wer braucht schon New York, wenn sich gleich hinter dem Anne Frank-Zentrum ein pittoresk-urbaner Hinterhof auftut, der Vergangenheit und Zukunft vereint und so herrlich anders ist als das gediegene Charlottenburg? Selbst die Läden von Mainstream-Anbietern sehen hier wie coole Designerboutiquen aus: im H&M The Garden hängt neben feinem Cashmere & edlen Stöffchen auch das eine oder andere Burberry-Teil. Ein paar Meter weiter entdecken wir den Picknweight-Laden in der Münzstraße. Hier kauft man Vintage nach Kilos und könnte sich perfekt für jede Mottoparty einkleiden. Martina ersteht einen Hut von Leni Gockel und strahlt.

Family-Style in Mitte

Wir sind happy und betreten beseelt das einladend leuchtende Bacg Berlin direkt am U-Bahnhof Weinmeisterstraße. Eröffnet hat das stylische Restaurant mit Diner-Anmutung erst im Sommer 2020. Das jüngste Baby von Berlins Großgastronom Roland Mary hatte trotz Selbstläufer-Lage einen schwierigen Start. Mitten in der Corona-Pandemie fehlen die internatiolen Touristen, und besonders abends ist es beängstigend leer in der sonst pulsierenden Schönhauser Allee. Das Team unter der Leitung von Sorin Madularu ist jung und international. „Die meisten von uns sind Quereinsteiger, die liebevoll mit ihrer Message umgehen“ betont der Restaurantleiter. Tatsächlich wirkt der Service ausgesprochen angenehm und zugewandt, so ganz ohne die für Berlin-Mitte so typische coole Nachlässigkeit.

Streetfood zum Teilen

So international wie das Team und das zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz in die Knie gezwungene Berlin sind auch die frisch zubereiteten Speisen aus der Showküche. Das Produkt soll im Mittelpunkt stehen, höchste Qualität ist den Machern genauso wichtig wie der Geschmack. Für die hippe, gesundheitsbewusste Crowd sind neben Kebap & Co. auch vegane und vegetarische Alternativen wie Kürbissuppe oder ein kräutrig-frischer Avocado-Salat zu finden. Deshalb am besten ganz viel bestellen und dann teilen – im Bacg Berlin ist Family Style angesagt. Dazu eine hausgemachte Limonade, ein Aperol Sprizz oder ein Moscow-Mule: der Abend fängt gut an.

Frisches Kebap-Update

„Berlin based fresh food“ lautet das Motto des Bacg Berlin. Von den „Pimped Fries“ (unbedingt die mexikanische Variante mit Tomaten-Salsa, Jalapenos und Sour Cream probieren) über die Plates bis hin zu den namensgebenden „Bags“ ist alles hausgemacht. Letztere tragen auf der Karte den Untertitel „the other kebap“ und sind tatsächlich als hippes Update des Streetfood-Klassikers zu verstehen. Ins hausgebackene Sauerteigbrot kommen jede Menge frisches Gemüse und Salat, getoppt wird das Ganze dann mit Falafel, 24-48 Stunden mariniertem Tempeh, Huhn oder Rindfleisch. Wer Low Carb bevorzugt, bestellt die „Plate-Variante“ – unser Favorit war hier das Buttermilk lemon fried chicken in Bio-Qualität, dessen wunderbar zartes, zitroniges Fleisch knusprig frittiert und absolut unwiderstehlich auf den Tisch kommt.

Hausgebackene Kuchenträume

Wir könnten nicht satter und zufriedener sein. Bis ein Blick in die Vitrine mit Kuchen aus der hauseigenen Bäckerei neue Begehrlichkeiten weckt. Wir entscheiden uns schließlich für eine Schoko-Pecan-Tarte, den American Cheesecake und einen Carrot Cake, der die Ausmaße einer kleinen Hochzeitstorte hat. Sorin hat Erbarmen und packt uns ein himmliches Doggie-Bag, das am nächsten Morgen für neue Glücksmomente sorgt. Der Cheesecake könnte nicht cremig-zitroniger sein, die Schokoladentarte schmeckt genauso schlotzig wie beste Brownies. Und der Carrot Cake? Schlichtweg großartig: Welcome to Calorie-Heaven!

Take away – auch während des Lockdowns

Kurz bevor wir den Abend beenden, erreicht uns die Nachricht, dass im November wieder alles runterfährt. Sarin Madularu behält die Nerven, denn er glaubt an sein Konzept: „Wir verhandeln gerade mit Wolt, dem finnischen Essenslieferdienst, der erst im August in Berlin startete. „Die passen mit ihrem Portfolio perfekt zu uns.“ Und genauso clever wie diese Idee ist der ans Restaurant angeschlossene Kiosk. „Take away gehörte von Anfang an zu unserem Konzept.“ Ab sofort können alle Speisen auf der Seite Bacg & Weg vorbestellt und abgeholt werden. Wir drücken die Daumen. Und freuen uns auf unseren nächsten Moscow Mule oder Aperol Spritz auf der sonnendurchfluteten Terrasse mitten in der Mitte dieser tosenden Stadt.

Bacg Berlin, Neue Schönhauser Straße 1, 10178 Berlin, Tel: +49 (0) 30 34 666 785, info@bacg-berlin.de

True Italian Pizza Week 2020: Die besten Pizzerien in Berlin

True Italian Pizza Week 2020: Die besten Pizzerien in Berlin

Achtung Pizzafans: Vom 15.-21. Oktober findet die True Italian Pizza Week 2020 in Berlin statt. In dieser Woche bieten 30 der besten Pizzerien in Berlin eine Pizza zusammen mit einem Aperol Spritz für 12€ an. Zur Auswahl stehen immer zwei verschiedene Pizzen, die zum Teil extra für das Event kreiert wurden. Die Karte mit allem teilnehmenden Pizzerien liegt in den Restaurants aus oder steht bei True Italian zum Download bereit. Dabei überrascht nicht, dass – wie oft bei spannenden Restaurants – eine gewisse Konzentration im Ostteil Berlins zu erkennen ist. Aber auch am Ku’damm, in Schöneberg und Friedenau gibt es großartige Pizzerien zu entdecken.

Eine Frage der Zeit – und der richtigen Zutaten

Was macht nun eine authentische italienische Pizza aus? Wichtigstes Auswahlkriterium für die Teilnahme an der True Italian Pizza Week 2020 ist nicht die Nationalität des Pizzabäckers. Vielmehr geht es um die Wahl der Zutaten, wie etwa Tomatensoße bester Qualität, echte Mozzarella oder Fiordilatte. Desweiteren muss der Teig mindestens 12, besser 24 Stunden im Kühlschrank ruhen, während die Hefe geht. Dann müsse es allerdings schnell gehen, erklärt uns der neapolitanische Pizzabäcker Emanuele Bruni vom Restaurant Il Pizzaiolo in Kreuzberg. „Der Teig darf nur wenige Minuten bearbeitet und belegt werden, bevor er in den Ofen kommt. Eine kurze Backzeit bei hohen Temperaturen ist entscheidend, sonst verlieren die Zutaten an Geschmack. „Ein klassischer napoletanischer Holzofen muss es gar nicht sein, weiß Tosh Dirschka, Geschäftsführer des Il Pizzaiolo: „Dafür bekommt man heute sowieso keine Genehmigung mehr. Wir arbeiten mit einem Gasofen, der hohe Temperaturen und die typische Kruste genauso so gut erzeugt.“

Auftakt der Pizza Week im Il Pizzaiolo

Il Pizzaiolo hat erst im Dezember 2019 in Berlin Kreuzberg aufgemacht und nimmt zum ersten Mal an der True Italian Pizza Week teil. Die Pizzeria steht für typisch neapolitanische Pizza mit Zutaten höchster Qualität, die direkt aus Kampanien kommen. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung probieren wir hier die zwei Pizzen, die Emanuele Bruni extra für das Event kreiert hat. Die Donna Sophia mit Zucchinicreme, Fiordilatte-Mozzarella, Sardellen und gelben Piennolo- Tomaten vom Vesuv und die Positana mit Kürbiscreme, Provola (geräucherter Mozzarella), Salsiccia und Thymian. Köstlich schmecken beide, auch die kreativen Varianten mit Friarielli (einer Art napoletanischem Grünkohl) oder Feigen, Balsamico und Gorgonzola. Dass Emanuele sein Handwerk versteht (nicht umsonst hat er in der legendären Malafemmena in Friedenau gelernt), zeigt sich allerdings am besten bei einer einfachen Pizza mit Kirschtomaten. Hier kommen der perfekt zwischen Knusprig- und Fluffigkeit oszillierende Teig und die hervorragenden Produkte optimal zur Geltung.

Neu: Die Pizza Week in neun deutschen Großstädten

Nach drei erfolgreichen Veranstaltungen findet das Event dieses Jahr in acht weiteren deutschen Städten (Hamburg, Leipzig, Hannover, München, Stuttgart, Köln, Frankfurt und Düsseldorf) statt. Die True Italian Pizza Week ist das größte Event Deutschlands, das sich dem Symbol der italienischen Küche widmet (neapolitanische Pizza gehört seit 2017 auch zum UNESCO-Weltkulturerbe). Das Event wird von Berlin Italian Communication (Herausgeber des Berlino Magazine) zusammen mit Campari Deutschland veranstaltet. Weitere Partner sind die Italienische Botschaft in Berlin, die Gemeinde von Neapel und die italienischen Kulturinstitute von Berlin, Hamburg, München und Köln.

72 hours True Italian Food Festival 2020: Eine Reise durch die echte italienische Küche in Berlin

72 hours True Italian Food Festival 2020: Eine Reise durch die echte italienische Küche in Berlin

Das 72 hours True Italian Food Festival 2020 ist das größte Fest der italienischen regionalen Küche in Berlin. Vom 23. bis zum 26. September 2020 geht es zum 5. Mal darum, authentische italienische Esskultur zu verbreiten. Für nur 8€ kann man eine kleine Portion verschiedener italienischer Spezialitäten zusammen mit einem Aperol Spritz, einem Glas Wein oder einem Softdrink kosten. Dass alle Maßnahmen gegen die Verbreitung von COVID-19 getroffen werden, versteht sich von selbst. Schließlich hat kein Gastronom in dieser Stadt das geringste Interesse an einem erneuten Lockdown. Deshalb bieten fast alle teilnehmende Lokale das Event-Menü auch zum Mitnehmen an.

Tasting Tour in Friedrichshain

Als kleinen Vorgeschmack auf das 72 hours True Italian Food Festival 2020 haben wir eine Tour durch ausgewählte True Italien-Restaurants in Friedrichshain gemacht. Wer jetzt karierte Tischdecken, „Buona Sera Signora“-deklamierende Kellner und glutäugige Pizzabäcker erwartet hatte, wird enttäuscht. Dieser Spaziergang spiegelte vielmehr das hippe Berlin beziehungsweise die angesagten Viertel italienischer Großstädte wider. An dieser Stelle deshalb ein großes Kompliment an Sara Trovatelli und Andrea d’Addio, die Initiatoren der True Italian-Initiative: Ihr schafft es immer wieder, das Beste aus Italien in Berlin aufzuspüren.

Steinpilz-Soufflé im MedEATerranean Trip

Wir starteten unsere Tasting-Tour im MedEATerranean Trip in der Gabriel-Max-Straße. Hier nehmen wir pünktlich um 17 Uhr einen perfekt zubereiteten Aperol Spritz ein. Für mich ist er immer noch einer der schönsten Drinks für den Aperitivo Italiano. Der Besitzer und Chefkoch Sergio Priore serviert uns das True Italian-Gericht 2020, ein Steinpilz-Soufflé, das zusammen mit einer Steinpilz-Emulsion und „Terra di Olive“, einem äußerst würzigen Pulver aus dehydrierten, gemahlenen Oliven, hersgestellt wird. Dieses feine, herbstliche Gericht schmeckt mehr nach den Alpenregionen als nach Sergios Heimat Neapel. Aber auf die will sich das MedEATerranenan auch gar nicht beschränken, sondern vielmehr die Küche des gesamten Mittelmeerraumes abbilden.

Fusion-Küche im Madre

Unseren zweiten Stopp machen wir im Madre in der Gärtnerstraße. Hier überrascht uns eine italienisch-französische Fusion-Küche mit Fokus auf vegane Rezepte und Fischgerichte. Wie meine Kollegen irritiert konstatieren, sieht das Restaurant gar nicht klischeemäßig italienisch aus. Vielmehr wirkt es mit der coolen Bar und den Zebra- und Elefantenfiguren wie ein kosmopolitischer In-Place aus. Tatsächlich hegten die Besitzer Sebastiano aus Italien und Valeriane aus Frankreich auch keinerlei Ambitionen, einen Rimini-Abklatsch aus den 50er-Jahren nach Berlin zu holen. Wir haben die Spezialität des Events probiert, eine köstliche Mischung aus der französischen Poivronnade und der italienischen Peperonata, die zusammen mit selbstgemachten Kurkuma-Fladen auf den Tisch kommt. Einen zusätzlichen Eindruck in die Originalität der Küche des Madre bekommen wir mit marinierter Rote Bete, Birnen und Büffelmozzarella und süß-salzigen Cappellacci mit Käse und Amaretto.

Klassisch-römisch im Cargo Gastronomia

Im Cargo Gastronomia serviert uns die ungarische Betreiberin Judith Kiss den großartigen Prosecco Vérv extra dry von Andreola aus Treviso – so gut schmeckt der italienische Spumante selten. Namensgeber für das Restaurant war ihr Mann, ein Pilot, und aus diesem Grund ist das Lokal auch in industriellem Stil mit Fundstücken aus der Aeronautik eingericht. Der neue Küchenchef Riccardo kommt aus Rom, weshalb die tadellose Zubereitung der „Saltimbocca alla Romana“ für ihn Ehrensache sein dürfte. Wirklich köstlich schmecken diese Kalbfleisch-Schnitzelchen, die zusammen mit Schinken und Salbei in der Pfanne garen. Die dazu gereichte Bruschetta mit Zucchini und Minze schmeckt herrlich frisch und setzt genau den richtigen Kontrapunkt zum Saltimbocca.

Die Karte der teilnehmenden Restaurants

Um diese oder eine anderen Spezialitäten zu probieren, reicht es, zwischen dem 23. und dem 26. September in eines der 30 teilnehmenden Restaurants zu gehen und nach dem speziellen 72 hours True Italian Food-Angebot zu fragen. Darüber hinaus wird jedes Lokal auch das übliche Menü anbieten. Es empfiehlt sich übrigens zu reservieren, denn das 72 hrs True Italian Food Festival hat sich herumgesprochen und die Restaurants sind während der Laufzeit meistens rappelvoll. Die Karte mit allen Restaurants kann man auf der Webseite trueitalian.top als PDF herunterladen. Es soll Menschen geben, die es in diesen vier Tagen schaffen, sich durch alle Restaurants zu probieren: Besser geht’s nicht!

Das Projekt True Italian

Das Projekt True Italian. True Italian ist ein Projekt, das die Tradition der echten italienischen Küche im Ausland durch eine Reihe an Events fördert. Die an dem Netzwerk teilnehmenden Lokale sind durch den True Italian-Aufkleber am Schaufenster erkennbar – während des 72 hrs Events sowie über das ganze Jahr hinweg. Neben dem 72 hours True Italian Food Festival organisiert True Italian auch die True Italian Pizza Week (dieses Jahr vom 15. bis zum 21. Oktober) und die True Italian Pasta Week (23. – 26. November).

Alle Infos unter: trueitalian.top

Ø27 in Berlin: Die weltweit erste Döner-Bowl

Ø27 in Berlin: Die weltweit erste Döner-Bowl

Döner polarisiert. Während den einen bei heißem Fleisch mit scharfer Soße das Wasser im Munde zusammenläuft, winken gesundheitsbewusste Clean Eaters genervt ab. Mit der Erfindung der Döner Bowl im neuen Restaurant Ø27 in Berlin dürfte dieser Konflikt Geschichte sein. Mühelos vereinen sich hier Deftigkeit und Frische, Fast Food und handwerkliches Können, immer auf der Basis von besten Produkten. Der Spagat gelingt leichtfüßig: So köstlich war Döner noch nie!

Nur beste Zutaten

„Not your ordinary kebab“ steht in weißer Neonschrift am Fenster des schicken Ladens am Savignyplatz. Wer jetzt an Luxus-Döner und fancy Upgrades des legendären Ur-Streetfoods denkt, liegt allerdings falsch. Im Ø27 kommen schlichtweg beste Zutaten wie aromatisch-eingelegter Rotkohl, hochwertiges Fleisch und frische Soßen ganz ohne Majonaise in die Bowl. Der „normale“ Döner heißt hier „The Classic Beef“ und zieht selbst eingefleischten Döner-Anhängern die Schuhe aus, so aromatisch schmeckt der Signature Dish des Ø27. Wem die Bowl-Variante zu fancy ist, wählt einfach den klassischen Pide oder Dürum-Sandwich. Der ist ein bisschen teurer als beim Imbiss, aber jeden Cent wert.

Vegetarische Varianten

Vegetarier und Veganer werden im Ø27 in Berlin ebenfalls fündig. Für sie gibt es köstliche vegane Döner-Varianten mit Blumenkohl („Holy Cauli“) oder frittierter Polenta. In den „Döbimpap“ hingegen sind koreanische Aromen wie gerösteter Sesam und koreanische Soße eingeflossen. Leckeres eingelegtes Gemüse, Breadsticks und frittierte Kartoffeln mit Rotkohl können als Side Dishes wild kombiniert werden, schmecken aber auch solo ausgesprochen gut. Wie alle Gerichte ist auch das einzige Dessert auf der Karte bis ins letzte Detail durchdacht. Ein pensionierter Bäcker stellt den Käsekuchen nach Omas Geheimrezept her, bevor die Köche des Ø27 ihn zu einer Creme mit Johannisbeermarmelade, Keksbröseln und Meersalz mischen. Wahrlich „Finger Lickin‘ Good“.

Berliner Club-Gastronomieszene stand Pate

Gegründet und betrieben wird die erste Döner-Bowl in Berlin von den Berliner Club-Gastronomie Urgesteinen Behnam Mashoufi & Babak Tajbakhsh (bekannt als Gründer des 808 Berlin sowie der ehemaligen Tube Station in der Berliner Friedrichstraße) in Zusammenarbeit mit dem langjährigen Freund und Kebab Connoisseur Göksel Bas. Als Küchenchef wurde kein anderer als Philipp Kossack mit an Bord geholt, der zuletzt die Küchen der Torbar und Kantine Kohlmann leitete. Der einladende Charme und die stylische Atmosphäre sind der Berliner Architektin Laura Rave zuzuschreiben, bekannt für ihre kreativen und innovativen Gastronomie-Designs (Cookies, Data Kitchen, Crackers, uvm.).

Moderne Vibes und Wohlfühlcharakter

“Als Berliner Jungs aus dem Westen, sind wir seit jeher die größten Döner-Fans. Ø27 ist unsere Hommage an das Kult-Gericht. Dabei verstehen wir unsere Kreationen weder als Luxus-Döner noch fancy Schnick Schnack. Es geht vielmehr um ein würdevolles Update des Klassikers in Kombination mit modernen Vibes und Wohlfühl-Charakter.” so Babak Tajbakhsh, Co-Founder und Geschäftsführer des neuen kulinarischen Hotspots auf der Kantstraße. Letzterer steht beim Ø27 in Berlin neben der Qualität der Produkte und Zutaten an oberster Stelle. “Wir möchten kein schnelles Lauf-Produkt verkaufen, sondern unseren Gästen eine Experience bieten. Der Gast ist eingeladen mehrere Stunden bei uns zu verbringen“ so Mashoufi.

Miraval, Ayran und Cocktails

Zusammen mit einem hervorragenden Miraval-Rosé, oder einem persisch-minzig angehauchten Ayran, der stilgerecht in der Glaskaraffe serviert wird, kommt schwerlich Imbiss-Atmosphäre auf. Von Donnerstag bis Samstag gibt es an der Bar des Ø27 auch DJ-Vibes und Cocktails – so viel Basilikum wie in ihrem Basil Smash gäbe es in Berlin sonst nirgends, versichern die Eigentümer. Der etwas sperrige Name (wo bitte findet man auf der Tastatur das Durchschnittzeichen?) des Q27 in Berlin bezieht sich übrigens auf die genau 27 cm großen Signature-Bowls. Die passen sowohl zum Business-Lunch, Sonntags-Brunch als auch zum Dinner mit Family & Friends. Die Bowls kosten zwischen 8 und 11 Euro, die Sandwiches 6 Euro und die Side-Dishes zwischen 2 Euro und 3,50 Euro.

Ø27, Kantstraße 143, 10623 Berlin | Ø27 auf Instagram

Restaurants am Schiffbauerdamm: Fünf Gastro-Profis retten Spreepromenade

Restaurants am Schiffbauerdamm: Fünf Gastro-Profis retten Spreepromenade

Berlins größte und schönste Sommerterrasse direkt an der Spree ist eröffnet! Welch herrlicher Blick! Was für eine stimmungsvolle Atmosphäre! Ein perfekter Ort fürs Feiern und die Seele baumeln lassen. Dank des gemeinsamen Auftritts der Restaurants am Schiffbauerdamm hat sich die berühmte Uferterrasse in Mitte nun zu Berlins schönster Sommerterrasse gemausert. Fast wie ein bisschen am Rhein fühlt es sich an. Oder Paris, Venedig…einfach den Booten hinterher schauen und den Sommer in der Stadt genießen.

Geniale Lösung für schwierige Zeiten

Gerade in Zeiten eingeschränkter Reisefreiheit freuen wir uns über die stilvollen, gemütlichen Kneipen, Bars und Restaurants am Schiffbauerdamm. An diesem Teil der Spree vereint sich lauschige Atmosphäre mit Großstadtfeeling und einem überraschend guten kulinarischen Angebot. Natürlich mit dem verordneten Abstand und an der frischen Luft, wo wir uns noch eine lange Zeit deutlich sicherer vor Ansteckung fühlen werden als in geschlossenen Räumen. Hut ab also vor der Initiative Die Fünf vom Schiffbauerdamm, die die Promenade gemeinsam mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Eigenfinanzierung neu gestaltete. So wurde das Ufer mit einem Geländer und einer durchgehenden Befestigung versehen, und die Sonnenterrasse wird nun von allen fünf Mitgliedern gemeinsam bewirtschaftet.

Gastronomische Europareise

Das einheitliche architektonische Bild kommt der Gesamtoptik der Sonnenterrasse an der Spree zugute. Umso vielfältiger präsentiert sich die Küche der fünf Restaurants am Schiffbauerdamm. Bereits die Namen klingen wie eine kleine Europareise: Das Vaporetto mit klassisch italienischer Küche, die kölsche Institution Ständige Vertretung, die Hauptstadtkneipe Berliner Republik, der irische Murphy‘s Irish Pub, das Brechts Steakhaus, die Piano Bar Vincent, die lauschige Weinbar Bar á Vin und der traditionsreiche Franzose Ganymed Brasserie. Bei den „Fünf vom Schiffbauerdamm“ machen Irland, Italien, Frankreich, das Rheinland und natürlich Berlin in erfreulicher Eintracht gemeinsame Sache. Location, Zeit und der Sommer werden geteilt und die – hoffentlich bald auch wieder internationalen – Gäste mit vielfältiger Küche, Livemusik und Kerzenschein verwöhnt.

Kulinarisch verwöhnt – von Austern bis Ziegenkäse

Was hatten wir Spaß! Endlich wieder raus. Endlich wieder gemeinsam – zwar mit Abstand, aber mit Sehnsucht im Herzen nach einem unbeschwerten Sommer. „Wir Gastronomen möchten allen Gästen unvergessene, kulinarische Momente bereiten auf der längsten und schönsten Spreeterrasse Berlins“, schwärmt Gastronom Michael Pankow. Tatsächlich konnte sich dieser Premierenabend sehen lassen. Die fünf Restaurants am Schiffbauerdamm überboten sich gegenseitig mit einem nicht enden wollenden Flying Buffet. 30 oder eher 40 unterschiedliche Leckereien waren das, jede für sich charakteristisch für die Küchen, aus denen sie kamen. Den (maskierten) Servicekräften war anzumerken, dass sie nach dem Lockdown mit viel guter Laune alles geben wollten für uns Gäste. Schließlich haben wir irgendwann aufgehört, die Gänge zu zählen. Genauso wie es uns zunehmend schwerer fiel, uns zwischen Kölsch und Cider, Lillet, Aperol Spritz und Shiraz zu entscheiden.

Von A wie Auster bis Z wie Ziegenkäse

Wer die entsprechende Ausdauer mitbringt, könnte sich hier einen kompletten Abend durch die europäische Küche essen. Zum Start deftiges hausgemachtes Irish Stew & Stepherd’s Pie aus Irland, dann ab ins Rheinland mit köstlichen Himmel un Ääd-Pralinen, Mini-Mini-Eisbeinchen mit Erbsen und Röggelchen. À la francaise folgen beste Austern „Fines de Claire“, Garnelen mit köstlichem Mangosalat, Ententerrine und Ziegenkäse. Besonders empfohlen sei hier der Oktopus, den der Küchenchef der Ganymed Brasserie zum Niederknien zart mit aufregenden Fenchelaromen kombiniert. Während das französische Restaurant Berliner Gourmets seit langem als zuverlässige Konstante für gutes Essen gilt, überrascht das als simples Steakhaus titulierte Brechts neuerdings ebenfalls mit ambitionierter Küche. Uns begeistern perfekt gewürztes Rinder- und Lachstatar, gebratene Garnelen, eine sensationelle Avocado-Mousse und Tapas wie Datteln im Speckmantel, Fenchelsalami und Hummus-Grissini. Irgendwann scheint gar nichts mehr zu gehen, bis auf den köstlichen Minimilchreis mit Äpfeln, das Tiramisu, die flambierte Créme Brûlée oder die umwerfende Mango-Panna Cotta vielleicht;-)

Glanzvolles Flair seit den 1920er Jahren

Seit den goldenen 1920er-Jahren ist das Viertel bekannt für seine unzähligen Angebote und verbindet Kunst, Kultur und Gastronomie. Das „Berliner Ensemble“ liegt direkt um die Ecke. Genauso wie die Friedrichstraße, der Tränenpalast, die Museumsinsel und das Regierungsviertel. Geplant sind weitere Attraktionen und Events, ganz wie zu den legendären Zeiten dieser Gegend: Vom Flanierfestival bis zum Kunstmarkt, Live-Musik bis zum Weinfest. Und vielleicht wird dann auch irgendwann wieder Straßenkarneval gefeiert in den Restaurants am Schiffbauerdamm.

Solidarität zählt: Die Fünf vom Schiffbauerdamm

Zum Zusammenschluss Die Fünf vom Schiffbauerdamm gehören die Familie Niederhuebner (Vaporetto), Jörn Brinkmann und Jan Bubinger (Ständige Vertretung), René Gamper mit Geschäftsführer Fabian Granow (Berliner Republik), Sam Lewin mit Betriebsleiter Till Haffner (Murphy‘s Irish Pub) und Michael Pankow (Ganymed, Brechts, Vincent und Bar à Vin). Gerade in diesen schwierigen Zeiten zahlt sich ihre Solidarität aus. Die fünf Gastronomen haben mit ihrer ungewöhnlichen Idee unsere Herzen im Sturm erobert. Unsere Lieblings-Berliner Sommerterrasse 2020 ist gesetzt.

Chin Chin Box: Glück to go

Chin Chin Box: Glück to go

Falls mich irgendwann mal jemand nach meinem persönlichen Corona-Glücksmoment fragen sollte, wird mir bestimmt die Chin Chin Box einfallen. Nach wochenlangen Koch- und Backarien war mir die Lust auf einen weiteren Samstag Abend in der Küche nämlich ziemlich vergangen. Weil ein Restaurant-Besuch uns aber noch nicht geheuer war, hatten wir – nach der Virtuellen Weinprobe mit Viola – Lust auf ein weiteres kontakloses Genuss-Abenteuer. Da kam der FB-Tipp von Bini Lee vom Restaurant Kochu Karu genau richtig und wir entschlossen uns kurzerhand, die Chin Chin Box zu bestellen.

„Setzt Euch an den Tisch, taucht ein und genießt“

Am Samstag steht die überaus sympathische Lucila Pfeifer, die unter dem Label Chin Chin Berlin normalerweise private Weinproben anbietet, dann tatsächlich persönlich vor der Tür. Die gebürtige Brasilianerin erklärt, dass sie nicht nur Sommelière, sondern auch Köchin sei. So entstand aus der Corona-Not die Tugend der Chin Chin Box. Schon das Öffnen der liebevoll verpackten Schachteln macht Freude: Hier hat sich ein ästhetischer Geist so richtig Mühe gegeben. Hübsche Bändchen, Klammern, Fläschchen und Schachteln kommen zum Vorschein, und bis auf die Dessert-Verpackung gibt es kein einziges Stück Plastik. „Setzt Euch an den Tisch, taucht ein und genießt“ ist Lucilas Motto – und genau so werden wir es machen.

Pures kulinarisches Glück

Damit unsere Night out in den eigenen vier Wänden so richtig prickelt, schlüpfen wir raus aus der Homewear rein in die schicke Klamotte plus Lippenstift, Parfüm und Tigerpumps. Zum Aperitif trinken wir köstlichen Lugana von Cà dei Frati, einem der trinkigsten seiner Art. Dazu gibt es eingelegte Auberginen und das köstlichste italienische Brot der Stadt „Il Pane di Milano“ von Sironi. Als Vorspeise folgen zart knusprige Arancini mit perfekt gegarten Garnelenstückchen. Zu den Polpette mit Rosmarin-Kartoffelstampf empfiehlt Lucila den gleichen Rotwein, der auch im Tomatensugo zu den Fleischbällchen steckt. Kraftvoll hält der Chianti „Il Biskero“ vom Weingut Salcheto in Montepulciano den Polpette genau die richtige Struktur und Würze entgegen. Als wir die Panna cotta zum herrlich frischen „Garbél“-Prosecco löffeln, sind wir bereits im siebten Geschmackshimmel. Alle Energie ist vom Kopf in den Magen gewandert, so dass wir es kaum noch schaffen, die Expertise zu diesem hervorragenden, handwerklich hergestellten Schaumwein zu lesen. Danke Lucila für ein kleines, feines, köstliches Stück Glückseligkeit in diesen bewegten Zeiten!

Wie es funktioniert

Die Chin Chin Box kostet für zwei Personen 75,00 €. Sie wird mit einer Vorbestellzeit von mind. 24 Std. für Freitag, Samstag und Sonntag innerhalb Berlins geliefert. Jeden Monat gibt es ein anderes Menü (im Mai ist es Italien). Für das Mai-Menü spendet Lucila Pfeifer pro Box 15 Euro an Ärzte ohne Grenzen Italien. Mehr Infos unter chinchin-berlin.de.

BossHoss Buchpräsentation in Berlin: Rezepte fürs Lagerfeuer

BossHoss Buchpräsentation in Berlin: Rezepte fürs Lagerfeuer

Sie sind schon wirklich cool, die Cowboys von The BossHoss. Alec Völkel und Sascha Vollmer luden zur BossHoss Buchpräsentation in Berlin mit Grill-Performance von Tomahawk-Steaks am offenen Feuer und einem Privatkonzert „unplugged“ ins Sage in der Köpenicker Straße. Hier präsentierten sie ihr erstes Grillbuch: Rock am Grill! Warum Rezepte rund um die schönste Nebensache der Welt? „Weil wir Bock darauf haben“, so BossHoss Alec. Und auch, weil sie eigentlich eher heiße Jungs sind und Cowboys, Country und offenes Feuer einfach zusammen gehören. Grillen ist eben immer noch mehr Männersache. In dem ziemlich dicken Wälzer mit wunderbarer Haptik sind unendlich vielen Fotos, entstanden beim Shooting und Grill-Tasting auf dem Sage-Gelände. Angefüttert wird Rock am Grill mit zahlreichen Storys rund um ihre Leidenschaften: essen, trinken, Musik. Fünfzig ganz unterschiedliche BBQ-Rezepte mit Fleisch, Fisch, vegetarisch und vegan sind kulinarische Anheizer und machen Lust auf Sommer. Merke: auch ganze Kerle gehen mit der Zeit.

Einfach, weil wir Bock darauf haben

 

 

Die BossHoss- Rezepte in Rock am Grill wurden den Vorlieben der Bandmitglieder angepasst: Der Mann für die Klassiker ist Elvis-Fan Sascha alias HossPower,  Alec bzw. BossBurns steht fürs Würzige mit den Finger lickin‘ tasty.

Malcom, genannt Hank, ist als Brite quasi per Geburt im Kapitel Fishing for Compliments verantwortlich für Fish & Chips. Gitarrist Rocket musste schon früh sein Brot mit Musik verdienen und steht für das Kapitel Brot und Spiele. Drummer Ansgar ist glücklich ohne Fleisch und schenkt seinen Lesern Happy without Meat. Ihm verdanken wir Köstlichkeiten wie karamellisierten grünen Spargel mit Kirschtomaten. Guss, als Jüngster, versüßt das Grillbuch in Sweets for my Sweets mit süßen Leckerein. BossHoss Ernesto Excobar Tijuna hat seine Wurzeln in Madagaskar und kann wie kein anderer echt scharf sein – mit würzigen Saucen und Marinaden.

Whiskey im Glas und in der Marinade

Die ehemaligen Werbegrafiker Alec und Sascha sind seit 2004  das deutsche Country-Dreamteam The BossHoss mit mehr als 2,5 Millionen verkaufter Alben. Und auch ohne Klampfe in der Hand sind sie medial präsent in Formaten wie The Voice und Sing meinen Song.

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Hut auf, Gitarre raus, Feuer an – let`s go!

Zur sehr lässigen BossHoss Buchpräsentation in Berlin in gechillter Stimmung kamen Freunde, Weggefährten und andere Promis, wie Simone Thomalla, Thomas Heinze und Jürgen Vogel – alle bestens gelaunt und gut drauf. Vorm Essen gab`s Getränke – gern im Mix mit Ballantine`s. Die Whiskey-Marke ist Sponsor der Jungs und allgegenwärtig. Nach einer kleiner Eröffnungs-Plauderei mit Moderatorin Enie van de Meiklokjes („Ich habe mal einen Gogelhupf gegrillt“) genossen die Gäste zunächst Grillgut und anschließend gute, handgemachte Musik.

Ein Buch – schwer wie ein Tomahawk-Steak

 

Wer also Lust hat auf ein Buch, das in etwa so viel wiegt wie ein gigantisches Tomahawk-Steak – nämlich 1044 Gramm, laut meiner Küchenwaage – kann sich auf 192 Seiten durch Rezepten stöbern: Chicken Wings Ernesto, Fire-Dancing Beer-Chicken, Ballentine`s Sparribs, Jerk Chicken & Ananas Salsa, Crazy Fish on the Stick, Spicy Lemmon Prawns, Pocket Pizzas, Indian Flatbread, Hot Banana mit Ingwer und Funky Sommersalat klingen nicht nur gut, sondern sehen auch super aus. Bonustrack sind einige Cocktail-Rezepte, wie z. B. Horse`s Neck. Definitiv nichts für Anfänger.

Rock am Grill – die besten Grillrezepte der Kultband HossHoss, ist erschienen beim Verlag Südwest, Hardcover, irre groß und schwer (21 mal 27 cm und – wie gesagt – 1044 Gramm) und kostet 22,00 €.

Lass uns angrillen, Darling!